Dipl.-Ing. (FH) Helmut Rasch

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Service – Häufige Fragen (FAQ)

Als kleines Unternehmen sind wir zwar von einer Marktführerschaft weit entfernt, doch dafür sind wir exklusiver Lizenznehmer für den Einsatz und Vertrieb der IR-Clean-Technologie. Seit dem Jahr 2015 entwickelte das Ingenieurbüro Helmut Rasch technische Lösungen für die Digitalisierung von fotografischen Filmen wie Diapositive oder Fotonegative. Die gewerbliche Scan-Dienstleistung startete 2016. Ab Mitte 2018 war der Elektroingenieur und Gründer verantwortlich für die Entwicklung des technischen Gesamtsystems »IR-Clean«. Das Vorhaben wurde mit Mitteln aus dem Bayerischen Programm für technologieorientierte Unternehmensgründungen (BayTOU) gefördert.

Heute kann das aus Software und Hardware bestehende System als technologieführend in Europa bei Flächenscannern mit Infrarot-Reinigung eingestuft werden. Den Abfotografier-Verfahren fehlt eine Infrarot-Reinigung und Zeilenscanner sind langsam und somit kostenintensiv. Das Ziel der innovativen Entwicklung war immer, die bestmögliche Qualität im Bereich der Serien-Scans zu einem angemessenen Preis anbieten zu können. Aus diesem Grund bewegt sich eine Bilddatei im TIFF-Format mit 48-Bit bei 130 MB.

Im Unterschied zum einfachen „Abfotografieren“ erfasst der von uns eingesetzte Flächenscanner ein zusätzliches Infrarot-Bild für die Staub- und Kratzerentfernung „IR-Clean“. Für eine optimierte Bildschärfe wird ein hochwertiges Repro-Objektiv mit einem Laser-Autofokus vor jeden Scan präzise auf den Diafilm eingestellt, dessen Fokussier-Ebene vom jeweiligen Diarahmen abhängig ist. Für den zusätzlichen Aufwand ist der Scanner mit Automatisierungstechnik ausgerüstet. Auf diese Weise erzielen wir bei vergleichbaren Kosten einen Mehrwert gegenüber vielen anderen Anbietern im Premiumbereich.

Zudem ist der Arbeitsablauf bei uns in zwei grundsätzlich unterschiedliche Schritte unterteilt:

  • Die Digitalisierung vom analogen Dia zum digitalen RAW-Format.
  • Die digitale Entwicklung der RAW-Daten per Bildbearbeitung bis zu den Standard-Bildformaten (JPEG/TIFF).

Daraus ergeben sich Vorteile:

  • Für eine optimale Archivierung mit hohem Nachbearbeitungspotenzial geben wir die unmittelbar nach der Digitalisierung anfallenden RGB-Daten inklusive Infrarotkanal und vollständigen Bildrändern kostenlos an Sie weiter (RGBi-TIFF, 64 Bit).
  • Mit den RGBi-Dateien sind Nachbestellungen in anderen Formaten oder individuelle Nachbearbeitungen möglich.
  • Neben der üblichen RAW-Entwicklung über eine farbkorrigierende Bildautomatik erhalten Sie zu jedem Scan eine zusätzliche farbneutrale Entwicklung.
  • Im Falle von Negativen erhalten Sie die zusätzliche farbneutrale Entwicklung in Form eines Negativs im Basisformat (TIFF, 48 Bit).
  • Wer auch die Anpassung von Kontrast und Belichtung von Dias selber in die Hand nehmen möchte, kann auch hier unser Basisformat bestellen.

Vielleicht nicht die wichtigste, aber doch die auffälligste Besonderheit unserer Automatisierung ist, dass wir Filmstreifen (Dias/Negative) oder gerahmte Dias im Stapel digitalisieren und diese Lieferform bevorzugen. In einem der von uns angebotenen Faltkartons (30,5 x 21,5 x 5 cm) lassen sich so beispielsweise 600 Dias von je 2 mm unterbringen.

Kunden erhalten bei uns für einen All-Inclusive-Preis zu jedem Scan verlustfreie RGBi-Archivdateien (64 Bit) sowie Bilddateien mit bis zu 48 Bit. Zwar sind auch JPEG-Dateien mit 100 MB im Internet schön anzuschauen, doch selbst von einfachen Bildverbesserungen z.B. aufgrund eines geringen Alters-Farbstichs kann hier nur abgeraten werden. Die von uns gelieferten TIFF-Dateien mit 130 GB bzw. 133.000 MB sind bei vielen Mitbewerbern mit hohen Aufpreisen verbunden oder nicht verfügbar. Kleinere Dateien lassen sich jederzeit anlegen – umgekehrt ist das nicht möglich!

Die Rasch-Diascan & More UG setzt derzeit exklusiv einen automatisierten Kamera-Scanner ein, der eine Staub- und Kratzerentfernung per Infrarotbild ermöglicht. So kann der wirtschaftliche Vorteil eines schnellen „Abfotografierverfahrens“ mit dem qualitativen Vorteil einer mit moderner Automatisierungstechnik integrierten Infrarot-Reinigung verbunden werden. Vergleichbare Verfahren waren bisher weitgehend den Zeilenscannern vorbehalten, die abhängig von der Qualität oft mehrere Minuten für einen Scan-Duchgang benötigen. Dieser Nachteil zeigt sich häufig in deutlichen Aufpreisen, die für eine akzeptable Scan-Auflösung oder eine höhere Farbtiefe verlangt werden.

Viele Scan-Dienstleister setzen zudem auf Bildautomatiken, die in die Farbbalance des Bildes eingreifen. Das funktioniert zwar gut bei durchschnittlichen Motiven mit einer „normalen Verteilung“ aller Farben, ist aber bei guten fotografischen Ergebnissen überhaupt nicht erwünscht. Gerade bei besonderen Aufnahmesituationen mit einem klar vorherrschenden Farbton führen Farbautomatiken oft unnatürliche und extreme Farben. Aus diesem Grund sollten beispielsweise Wüstenmotive oder Sonnenuntergänge keine Farbkorrektur erhalten.
Wir liefern wir Ihnen daher immer zwei Bildautomatiken pro Dia:

  • Farbautomatik (farbkorrigierend)
  • Neutralautomatik (farbneutral)

Im Falle von Negativen erhalten Sie:

  • Farbautomatik (farbkorrigierend, Positiv-Bild).
  • Basisformat (farbneutral, Negativ-Bild)

Hinweis: Die messtechnisch begründete IT8-Farbkalibrierung des Scanners ist in beiden Bildautomatiken enthalten, um eine farbneutrale Darstellung überhaupt erst zu ermöglichen.

Die Haltbarkeit von Dias ist von diversen Faktoren abhängig. Äußere Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Temperaturschwankungen, Schadstoffe und Lichteinfluss wirken sich mit höheren Werten ungünstig auf die Lebensdauer von Dias aus.

Als positiv zu bewerten sind hingegen glaslose Rahmen, da Feuchtigkeitseinschlüsse so vermieden werden. Das Risiko einer Schimmelbildung lässt sich trotzdem nie ganz ausschließen. Oft wird Feuchtigkeit in Schränken erst bemerkt, wenn es bereits zu spät ist.

Im Gegensatz zur Schimmelbildung handelt es sich beim normalen Alterungsprozess um einen langsamen und stetigen Vorgang, der von inneren Faktoren wie dem Filmmaterial oder dem Entwicklungsprozess abhängig ist. Je nach Fabrikat und Lagerungsbedingungen können
Veränderungen der Farben bereits nach 20 Jahren
sichtbar werden. Kodachrome-Filme erreichen bei guter Lagerung eine höhere Lebensdauer. Auf der sicheren Seite ist man erst nach einer Digitalisierung - eine sorgfältige Datensicherung vorausgesetzt.

Ein geringfügiger Schimmelbefall kann durch eine Infrarot-Reinigung verbessert oder sogar digital entfernt werden

Hinweis:
Diverse Presseberichte über die Einlagerung wertvoller Informationen auf Mikrofilmen erwecken immer wieder den Eindruck, alle Filmmaterialien würden vergleichbar lange halten. Das ist so nicht richtig! Die auf der Basis von Silberhalogeniden für Archivierungszwecke hergestellten Mikrofilme können keinesfalls mit den nach chromogenen Farbverfahren hergestellten Diafilmen gleichgesetzt werden. Zudem wird ein großer Aufwand bei den Lagerungsbedingungen betrieben – beispielsweise in unterirdischen Bunkeranlagen, damit Mikrofilme die geschätzte Haltbarkeit von bis zu mehreren Hundert Jahren auch erreichen.

Rasch-Diascan setzt einen eigens entwickelten Filmscanner (kurz: „Kamera-Scanner“) mit
infrarot-basierter Staub- und Kratzerentfernung
ein. Das bei Rasch-Diascan als »IR-Clean« oder Infrarot-Reinigung bezeichnete Verfahren arbeitet besonders effizient, weil die Hardware zusätzlich einen Infrarot-Scan unterstützt. Erst das Infrarotbild versetzt die Software in die Lage, anhaftende Partikel oder Filmdefekte sicher zu erkennen und vollautomatisiert zu entfernen.

IR-Clean-Garantie

Rasch-Diascan garantiert dafür, dass im Vergleich zum herkömmlichen „Abfotografieren“ von fotografischen Filmen beim Großteil der Scans unerwünschte Bilddefekte wie
Staub, Kratzer oder Schimmelpunkte in einem deutlichen Umfang reduziert oder entfernt werden, wobei die Bilddetails sowie die Schärfe erhalten bleiben. Diese Garantie bezieht sich auf ALLE Diapositiv- und Negativ-Farbfilme im Kleinbildformat. Folglich fallen darunter auch Filmtypen, die für Infrarotstrahlung nur eingeschränkt durchlässig sind. Dazu gehören beispielsweise Kodachrome, AGFA CT 18 oder ORWO (DDR).

Hinweis:
Einige Mitbewerber schließen infrarot-absorbierende Filme grundsätzlich von einer Infrarot-Reinigung aus. Andere behaupten sogar, eine Infrarot-Reinigung sei überhaupt nicht möglich. Der Grund ist, dass eingeschränkt infrarot-durchlässige Filme eine große technische Herausforderung darstellen, weil der Algorithmus sporadisch zu sogenannten Reinigungs-Artefakten (Bildstörungen) führen kann. Beim Abfotografieren muss man normalerweise ohnehin auf eine Infrarot-Reinigung verzichten, da es meist keine Hardware dafür gibt.

»IR-Clean« beinhaltet derzeit 3 Varianten, welche an die Infrarot-Eigenschaften der Filmtypen angepasst sind. Damit lassen sich störende Reinigungs-Artefakte nahezu vollständig ausschließen – in seltenen Sonderfällen (z.B. starke Unterbelichtung oder sehr geringe Farbinformation) kann für ein artefaktfreies Ergebnis auf eine weitere Variante ohne IR-Clean zurückgegriffen werden.

Alle Scans werden derzeit halbautomatisiert mit Hilfe von Indikatoren auf eventuelle Artefakte überprüft und gegebenenfalls mit einer anderen Variante von »IR-Clean« neu verarbeitet. Zusammen mit den Scan-Ergebnissen erhalten Sie einen zusätzlichen Ordner "Vergleichstest", der zu jedem Scan eine JPEG-Version mit und ohne IR-Clean enthält. Hier lassen sich über einen schnellen Wechsel zwischen beiden Varianten am Bildschirm nicht nur die Wirkung von IR-Clean sondern auch Reinigungs-Artefakte erkennen.

Garantiefall:
Bei der Überprüfung von oft mehreren tausend Scans ist es nicht ganz auszuschließen, dass kleine Artefakte einmal übersehen werden. Im Rahmen unserer IR-Clean-Garantie erhalten Sie dann kostenfreien Ersatz in Form einer korrigierten Version oder in den oben genannten seltenen Fällen eine Bilddatei ohne Infrarot-Reinigung. Dazu müssen die betroffenen RGBi-Archivdateien von anderen Dateien getrennt auf einem Datenträger eingesendet werden. Die Hin- und Rücksendekosten trägt der Kunde. Je nach Datenmenge sind hier immer häufiger auch kleine USB-Sticks (nur USB 3.0) ausreichend. Bei nur wenigen Dateien bzw. Gigabyte kommt auch eine Online-Übertragung als einfachere Alternative infrage. Damit wir bei Auftragsgrößen von einigen tausend Scans nicht wiederholt kleinere Reklamationen bearbeiten müssen, besteht der Anspruch auf Ersatz aus Gründen der Wirtschaftlichkeit nur einmal pro Auftrag, was jedoch im Einzelfall kulant ausgelegt wird.

Stand: 21.09.2023

In einem technischen Prozess bedeutet höhere Qualität immer mehr Kosten und mehr Zeit. Die Pfeilrichtung im "magischen Dreieck" (auch: Spannungsdreieck) aus dem Projektmanagement verdeutlicht diesen Zusammenhang.

Magisches DreieckDabei wird das Spannungsverhältnis erst durch die Unterscheidung von Vorteilen (Qualität) oder Nachteilen (Zeit, Kosten) erkennbar. Möchten Sie Dias in guter Qualität selber scannen, so benötigen Sie dazu hochwertige Hard- und Software. Weitere Forderungen wie hohe Auflösung, Staub- und Kratzerkorrektur und vielleicht noch einen Zweifachscan führen je nach Scanner zu mehreren Minuten Zeitaufwand pro Dia oder Negativ. Einerseits rentiert sich die Anschaffung hochwertiger Hardware erst bei einigen Tausend Dias, andererseits sind Sie dann über Wochen mit dem Einlegen, Abwarten und Entnehmen von Dias beschäftigt.

Der von uns eingesetzte innovative Flächenscanner verbindet ein modernes und schnelles Abfotografier-Verfahren mit einer Infrarot-Reinigung, die normalerweise nur bei den langsameren Zeilenscannern zum Einsatz kommt. Bei unserer Innovation profitieren Sie davon, dass Zeit und Kosten zugunsten der Qualität eingespart werden.

Ein Standard-Bildformat wie JPEG oder TIFF (sRGB) ist das Ergebnis verschiedener Bearbeitungsschritte, die technisch bedingt je nach Zielformat mehr oder weniger mit Verlusten verbunden sind.

Die vom Scanner-Sensor gelieferte Farbinformation muss auf einen Standardfarbraum wie beispielsweise sRGB umgerechnet werden. Genau genommen bleibt dabei immer nur eine Teilmenge der ursprünglichen Information erhalten. Da schwarze Ränder bei Bildern unerwünscht sind, müssen die Scan-Rahmen mit einem zusätzlichen Sicherheitsabstand entfernt werden. Im ungünstigsten Fall folgen dann auch noch eine Reduzierung der Farbtiefe von 16 Bit auf 8 Bit sowie eine verlustbehaftete JPEG-Komprimierung. Was für die normale Verwendung der Bilder durchaus akzeptabel ist, kann eine spätere Nachbearbeitung der Dateien unmöglich machen.

Seit Einführung des Flächenscanners mit Infrarot-Reinigung haben wir die RGBi-Dateien (TIFF-Format) für die Archivierung an unsere Kunden weitergegeben. Diese enthalten die unmittelbar nach der Basisentwicklung anfallenden RGBi-Daten (64 Bit) im großen Farbraum AdobeRGB. Diese enthalten neben den RGB-Bilddaten auch noch den ungeschnittenen Scan-Rand sowie die unverarbeiteten Infrarot-Daten (i). Die Farbkalibrierung des Scanners ist hier bereits eingerechnet. Experten können sowohl die Staub- und Kratzerentfernung als auch die Bildränder selbst bearbeiten. Ohne Expertenwissen profitiert man von Nachbestellungen bei Rasch-Diascan oder man kann jeden fachlich geschulten Experten mit der Bearbeitung beauftragen.

  • Wir sind auf die Annahme und Verarbeitung kompletter Dia-Sammlungen eingestellt.
  • Wir liefern hochwertige RGBi-Archivierungsdaten (64 Bit, AdobeRGB) oder auch Formate für Experten wie TIFF (48 Bit, AdobeRGB).
  • Neben den von uns angebotenen Dia-Kartons ist die Lieferung gegen Aufpreis auch in Magazinen möglich.
  • Die Digitalisierung erfolgt ausschließlich bei uns im Hause.
  • Im regionalen Bereich bieten wir zusätzlich einen Liefer- und Abholservice an.

Hinweis:
Als Dienstleister im Fernabsatz haben wir kein Ladengeschäft und sind nicht auf Kundenverkehr eingestellt. Bitte vereinbaren Sie im Einzelfall einen Termin zur Abgabe von Dias. Eine Bargeldzahlung ist nicht möglich.

Eine Digitalisierung kann immer nur der erste Schritt sein, um Dias vor der Vergänglichkeit zu bewahren, denn auch Datenträger unterliegen Alterungsvorgängen und sind mit Ausfallrisiken verbunden. Vielleicht haben Sie bisher JPEG-Fotos einfach bei einem der sogenannten Cloud-Dienste als Sicherungskopie hochgeladen. Doch bei etwa 180 MB pro Digitalem Negativ gelten andere Regeln. Wir empfehlen zunächst einmal Backup-Kopien auf magnetischen Festplatten, die zur Auffrischung der Information z.B. alle zwei Jahre umkopiert werden sollten. Sogenannte Flash-Speicher wie USB-Sticks oder SSD-Festplatten sind für die Archivierung nicht geeignet. Cloud-Speicher machen wirtschaftlich in dieser Größenordnung wenig Sinn und der Datentransfer ist kaum praktikabel. Durchaus Sinn machen jedoch zusätzliche Kopien auf einem Cloud-Speicher im komprimierten JPEG-Format.

Nach dem heutigen Stand der Technik sind USB-Datenträger für die Übertragung großer Datenmengen alternativlos.

Beispiel: Hochwertige Scans von 2.200 Dias entsprechen etwa einer Gesamtmenge von 1 Terrabyte (TB). Bei einer DSL-Geschwindigkeit von 50 MBit/s
würde allein der Download 46 Stunden dauern. Details finden Sie im Artikel: „Mit 2000 Dias in 10 Stunden über die Glasfaser“.

Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt ist die Sicherheit für die Langzeit-Archivierung von Daten. Selbst gebrannte CDs oder DVDs wären zu klein und über einen längeren Zeitraum betrachtet zu unsicher. Letzteres gilt auch für sogenannte Flash Speicher wie USB-Sticks oder SSD-Festplatten. Gut geeignet für die dauerhafte Erhaltung Ihrer Bilder sind hingegen magnetische Datenspeicher wie herkömmliche Festplatten, sofern die Dateien etwa alle 5 Jahre durch Kopieren neu geschrieben werden.

Entsprechend der EU-Richtlinie WEEE 2012/19/EU und deren nationale Umsetzungen dürfen Vertreiber nur noch in diejenigen EU-Länder elektrische Datenträger liefern, in denen eine WEEE-Registrierung (engl.: Waste of Electrical and Electronic Equipment) für diese Geräte vorliegt.

Ursprünglich steckte hinter dieser EU-Richtlinie die Idee, die Hersteller von Elektrogeräten an den Entsorgungskosten zu beteiligen. Doch am Beispiel des deutschen Elektrogesetzes (ElektroG) kann man sich einen Eindruck davon verschaffen, wie gerade diejenigen Anbieter unverhältnismäßig belastet werden, die nur wenige oder kleine Geräte in Verkehr bringen.

Anstelle eines EU-weiten und anteiligen Beitrags an den Entsorgungskosten hat der Gesetzgeber nämlich vorgesehen, dass alle sogenannten "Vertreiber" in jedem einzelnen EU-Land die aufwändige bürokratische Verwaltung bezahlen müssen. Werden in einem Land nur wenige Datenträger umgesetzt, so übersteigen die damit verbundenen Grundkosten den Wert der Datenträger schnell um ein Vielfaches. Offenbar ist es der Aufmerksamkeit des Gesetzgebers entgangen, dass USB-Datenträger nicht nur von den großen Handelsketten vertrieben werden.

Als Dienstleister und Anbieter von Scan-Rohdaten sind wir auf USB-Datenträger als Transportmittel angewiesen, die wir jedoch nur in angemessener Stückzahl benötigen. Aus diesem Grund bieten wir Bilddaten ausschließlich in Deutschland im "Bundle" mit Datenträgern an, wo wir eine WEEE-Registrierung durch unsere Lieferanten sicherstellen können.

Kunden aus anderen EU-Ländern bleibt derzeit nur die Möglichkeit, uns einen eigenen Datenträger zuzusenden. Bitte beachten Sie dabei, dass wir aus Gründen der Sicherheit und des Datenschutzes nur leere gebrauchte oder originalverpackte neue Datenträger annehmen. Einzige Ausnahme sind Scan-Daten zur Weiterverarbeitung, wenn hierzu ein Auftrag vorliegt.

Zur Farbkalibrierung: Parallel zu den Ektachrome-Filmen (E6-Prozess) wurden von Kodak auch Kodachrome-Diafilme angeboten. Letztere konnten nur nach dem speziellen K-14-Prozess entwickelt werden. Nach dem Scannen von Kodachrome-Dias zeigt sich ein blaustichiger Farbfehler, der abhängig von der eingesetzten Hardware mehr oder weniger deutlich ausgeprägt ist. Bei dem von uns aktuell eingesetzten Flächenscanner ist der Blaustich wesentlich geringer ausgeprägt, als bei den früher eingesetzten Zeilenscannern von Nikon.

Wir können das nur dann beachten, wenn die Kodachrome-Dias zusammengefasst, gekennzeichnet und von den anderen Dias getrennt sind. Die betroffenen Dateien erhalten dann nach dem Scannen ein spezielles Farbprofil. Eine nachträgliche Korrektur des Farbstichs ist auf Grundlage der von uns gelieferten RGBi-Archivdateien auch später noch uneingeschränkt möglich.

Doch Vorsicht: Ähnlich klingende Namen wie Kodak Ektachrome, Fujichrome oder Agfachrome gehören zum normalen E-6-Prozess.

Zur Staub- und Kratzerentfernung: Die aktuelle Version unserer Infrarot-Reinigung verarbeitet auch infrotlicht-blockierende Diafilme wie z.B. Kodachrome.

Grundsätzlich raten wir dazu, Dias vor dem Scannen in glaslose Diarahmen neu einzurahmen. Zu den wichtigsten Gründen gehört das Risiko von sogenannten Newton-Ringen sowie die unvermeidliche Eintrübung von Gläsern.

Da wir einen Laser-Autofokus einsetzen, übernehmen wir die Digitalisierung von Diarahmen mit Glas nur im Ausnahmefall nach Rücksprache. Detaillierte Informationen finden Sie im Technischen Hinweis Nr. 08 Autofokus und verglaste Diarahmen. Weitere Hinweise zum glaslosen Umrahmen von Dias finden Sie in der Support-Anleitung Nr. 6 Dias umrahmen in glaslose Diarahmen.

Wir raten grundsätzlich zum Format TIFF (48 Bit, sRGB), weil hier mit etwa 130 MB pro Bild ein großer Informationsgehalt bereitgestellt wird. Für Sie bedeutet das, ein hohes Nachbearbeitungspotenzial beispielsweise für Korrekturen an Helligkeit, Kontrast oder Farben. Theoretisch ist das auch mit JPEG-Dateien möglich, aber eben nicht in der gleichen hochwertigen Qualität.

Datenspeicher kosten heute nicht mehr viel und Computer sind leistungsfähiger. Schon mit einfachen, kostenlos verfügbaren Programmen können Sie sich JPEGs mit geringerer Auflösung und verlustbehafteter Komprimierung selber erstellen. Das macht selbstverständlich Sinn für die Verwendung auf dem Smartphone oder im Internet. Wenn Sie das nicht selbst übernehmen möchten, können Sie das auch bei uns für einen 1-stelligen Cent-Betrag laut Preisliste unter dem Punkt Nachbestellungen/Ergänzungen - Verarbeitung von TIFF-Dateien zusätzlich zur Digitalisierung bestellen.

Unser All-Inclusive-Preis enthält alle Leistungen, die für eine Digitalisierung von Dias oder Negativen in Form von Diarahmen oder Filmstreifen notwendig oder sinnvoll sind. Transparenz ist unser Prinzip! Um Serienscans mit hochwertiger Qualität zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis anbieten zu können, setzen wir auf eine Bearbeitung mit möglichst hohem Automationsgrad.

Der All-Inclusive-Preis mit den 4 Preisstufen setzt im Falle von gerahmten Dias eine Anlieferung in unseren standarisierten Kartons voraus. Der Kaufpreis für die Faltkartons wird mit einem Scan-Auftrag verrechnet.

Im Falle von Negativen oder Diafilmen in Form von Filmstreifen bietet es sich an, diese in nummerierten Negativhüllen in einem Aktenordner bereitzustellen. Feste Vorgaben machen wir derzeit nicht. Passende Stichworte für die Suche danach sind: Pergaminhüllen, Acetathüllen, Archivierungshüllen.

Was beim All-Inclusive-Preis vorgegeben ist, sind Filmstreifen mit 6 bis 3 Einzelbildern. Kleinere „Filmschnipsel“ (1er oder 2er) machen mehr Aufwand. Diese waren nie Standard, werden aber gegen einen Aufpreis angenommen (siehe Dias/Negative scannen). Andere Lösungen müssen abgesprochen werden. Entscheidend ist, dass eine wirtschaftliche Handhabung der Streifen sichergestellt ist.

Im Unterschied zu herkömmlichen Diafilmen kann die Infrarotstrahlung Kodachrome-Diafilme (K14-Entwicklungsprozess) nur teilweise durchdringen. Infolgedessen erscheint das Bildmotiv auf den Infrarot-Scans von Kodachrome-Dias wie eine Schwarz-Weiß-Aufnahme. Die Infrarot-Scans von herkömmlichen Diafilmen (E6-Prozess) sind hingegen mehr oder weniger nur weiß, enthalten aber Spuren von beispielsweise Staub- oder Schimmelpartikeln.

Insofern erlauben die bei jedem Scan-Auftrag mitgelieferten Infrarot-Bilder eine Identifizierung möglicher Kodachrome-Dias. Das alleine ist leider noch nicht ausreichend, da auch älteres Filmmaterial wie Agfa CT-18 oder ORWO (DDR) infrarot-absorbierend wirkt. Mit etwas Übung kann jedoch auch hier einen Unterschied erkennen, denn die Infrarotbilder von Kodachrome-Filmen sind kontrastreicher. Außerdem besteht die Möglichkeit, mit diesem ersten Hinweis den Diarahmen zu öffnen und die Beschriftung des Films zu überprüfen. Ein weiteres Kriterium ist die Tatsache, dass das menschliche Auge bei einem neutralweißen Licht keinen Blaustich auf dem Dia wahrnehmen kann, wo der Scanner einen Blaustich sieht.

Hat man nun die Scans von Kodachrome-Dias ermittelt, so ist keine erneute Digitalisierung erforderlich. Die RGBi-Archivierungsdateien enthalten nämlich bereits alle erforderlichen Informationen. Die ausgewählten RGBi-Dateien kann man für einen 1-stelligen Cent-Betrag laut Preisliste einfach noch einmal mit IR-Clean plus dem speziellen Kodachrome-Farbprofil von Rasch-Diascan verarbeiten lassen.

Leider ist es nicht ausreichend, den Blaustich durch eine einfache Verschiebung der Farbbalance zu korrigieren. Tatsächlich handelt es sich nämlich um nichtlineare Verzerrungen in allen drei RGB-Farbkanälen.