Dipl.-Ing. (FH) Helmut Rasch

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Grundprinzip der Infrarot-Reinigung »IR-Clean«

Weblog von Rasch-Diascan

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Die vom Scanner gelieferten Infrarot-Dateien dienen auch bei der manuellen Fotobearbeitung als Basis, um Staub, Kratzer und Schimmelpunkte von Bilddetails zu unterscheiden. Das Bild ist ein gutes Beispiel für erste Schimmelpunkte, die sich bei dem Dia aus den 90er-Jahren vom rechten Bildrand nach innen ausbreiten. Solange noch keine Schimmelfäden in der Farbemulsion wachsen, sind mit IR-Clean gute Ergebnisse zu erreichen. Bei allen Sammlungen mit unbekannten Diafilm-Fabrikaten helfen die Infrarot-Dateien dabei, auch nachträglich noch Kodachrome-Dias oder andere infrarotlicht-blockierende Diafilme zu identifizieren.

Über die zusätzlich mitgelieferten JPEG-Dateien ohne IR-Clean lassen sich die Ergebnisse der digitalen Retuschierung überprüfen. Durch ein schnelles Umschalten zwischen zwei Bildern mit und ohne IR-Clean werden Bildstörungen wie Staub, Kratzer oder Schimmel sichtbar – das Video verdeutlicht das Prinzip. Damit können Kunden auch selbst individuell optimierte Nachbearbeitungen mit gängigen Bildbearbeitungsprogrammen durchführen. Zugleich lassen sich die Ergebnisse auf eventuelle Artefakte prüfen, auch wenn das Risiko bei IR-Clean nur sehr gering ist.

Die hier vorgestellte IR-Clean-Technologie ist speziell für Filmscanner mit Flächensensor bzw. mit Flächenkamera geeignet und wurde ab dem Jahr 2018 im Rahmen eines Förderprojektes durch das Ingenieurbüro Helmut Rasch entwickelt. Vergleichbare Alternativen wie Digital ICE (Kodak), iSRD (Lasersoft Imaging AG) oder Infrared Clean (Hamrick Software) unterstützen typischerweise nur Zeilenscanner, die bauartbedingt eine geringe Geschwindigkeit haben.