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Bild: Ergebnis einer Digitalisierung mit Kamera-Scanner und Infrarot-Reinigung

Kamera-Scanner mit Infrarot-Reinigung steht ab sofort zur Verfügung

Rasch-Diascan · Mittwoch, 15. Juli 2020

Nachdem Rasch-Diascan die Markteinführung für den neuen Kamera-Scanner mit Infrarot-Reinigung kurz vor dem Corona-Lockdown angekündigt hatte, kam es zu Verzögerungen. Technische Entwicklungen werden häufig aufwändiger und kosten dann auch mehr als geplant. Nun steht das neue System für die Scan-Dienstleistung zur Verfügung. Muster-Scans für den kostenlosen Download können mit voller Auflösung bei geringster Komprimierung im JPEG-Format angefordert werden. Im Folgenden wird auf Änderungen hingewiesen und ein erster Überblick zu den technischen Merkmalen des Systems gegeben.

Hier geht es zur aktuellen Preisliste...

Zukünftig sollen Digitalisierungen nur noch mit dem Kamera-Scanner durchgeführt werden. Für Kodachrome-Dias und andere infrarotlicht-absorbierende Filmfabrikate kommen zunächst noch Nikon-Scanner und VueScan zum Einsatz. Grundsätzlich kann der Kamera-Scanner auch jetzt schon für Kodachrome-Dias verwendet werden, wenn auf die Infrarot-Reinigung verzichtet wird.

Aufgrund des einheitlichen Preiskonzepts sind HDR-Scans beim Nikon-Scanner nicht mehr enthalten, können jedoch gegen Aufpreis bestellt werden. Beim Kamera-Scanner ist das nicht erforderlich, da der Bildsensor schon einen höheren Dynamikumfang hat. Bitte verwechseln Sie den optimierten Dynamikumfang nicht mit der in der Fernsehtechnik eingesetzten HDR-Technologie, die Bilder mit verändertem Kontrast erzeugt.

Bei der effektiven Auflösung erreicht der Kamera-Scanner geringfügig bessere Werte als der Nikon-Scanner (Nennauflösung 4.000 dpi). Die schwarzen Scan-Ränder das Rahmens werden bei der RAW-Entwicklung erkannt und mit 5% Verlust horizontal sowie vertikal geschnitten. Die RAW-Daten enthalten auch weiterhin die volle Bildinformation. Die Größe der fertig entwickelten Scans liegt mit typischerweise 5.800 x 3.800 Pixel noch über dem Nikon-Scanner (etwa 5.200 x 3.400 Pixel). Abhängig von der nutzbaren Größe der Diarahmen variieren die Höhe und Breite der Scans bei allen Geräten um etwa 5%.

Der Kamera-Scanner verfügt über ein Repro-Objektiv mit apochromatischer Korrektur und hoher Randschärfe. Spezialisierte Industrieobjektive sind am Markt nur ohne Autofokus verfügbar. Um dennoch die unterschiedliche Dicke der Diarahmen ausgleichen zu können, entwickelte man bei Rasch-Diascan ein Autofokus-System, das die Position des Diafilms auf 10 Mikrometer genau messen kann. Diese Präzision ist entscheidend dafür, dass die häufig auftretende Wölbung des Films noch innerhalb der mit 300 Mikrometern äußerst geringen Schärfentiefe liegt.

Neu ist die Minimalautomatik 2.0, welche die Vorgängerversion ersetzt. Kunden erhalten eine TIFF-Datei mit Infrarot-Kanal (RGBI, 64 Bit) im Farbraum AdobeRGB. Die IT8-Farbkalibrierung ist bereits enthalten. Neben dem zuvor schon hohen Nachbearbeitungs-Potenzial lassen sich nun auch später noch Scan-Ränder optimiert schneiden sowie eine individuelle IR-Reinigung durchführen. Der Nutzen für Kunden konnte damit praxisgerecht verbessert werden, was zugleich die RAW-Daten überflüssig macht.

Wie bisher erhalten Kunden zu jedem Scan zwei Dateien – eine Farbautomatik und eine Neutralautomatik. Letztere Variante ist bei gut erhaltenem Filmmaterial die bessere Wahl, weil die Farbbalance hier allein durch die IT8-Farbkalibrierung festgelegt ist. Für den Workflow des Kamera-Scanners werden ausschließlich der RAW-Konverter Capture One und Adobe Photoshop eingesetzt.

Weitere technische Details zum neuen System finden Sie über den Menüpunkt Service im Technischen Hinweis Nr. 01: Technische Merkmale zu den Angeboten von Rasch-Diascan.