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TECHNISCHER HINWEIS
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Technische Merkmale zu den Angeboten von Rasch-Diascan

Automatisierte Digitalisierung

 

Unsere Philosophie

Unser Ziel ist es, Ihre Dias vor der Vergänglichkeit durch Alterung oder andere Risiken zu bewahren. Dazu nutzen wir die mit einem Serienscanner heute technisch machbare Präzision, indem wir die RAW-Daten des Scanners als Digitale Negative verlustfrei speichern. Doch erst die Automatisierungstechnik macht es möglich, HDR-Scans zum besten Preis-Leistungsverhältnis an Sie weiterzugeben (siehe Menüpunkt Service - Häufige Fragen - Frage 1). Wir verwenden die ursprünglich für DNG-Dateien von Adobe eingeführte Bezeichnung "Digitales Negativ" grundsätzlich für alle RAW-Formate, die noch eine digitale Entwicklung benötigen und dem in der Tiefpreisgarantie festgelegten hohen Qualitätsstandard von Rasch-Diascan entsprechen.

Automatisierungstechnik

Digitalisierung
Bild 2: Arbeitsschritt Digitalisierung

In der Elektrotechnik versteht man unter Digitalisierung nur den technischen Prozess einer Analog-Digital-Wandlung. Als rein physikalischer Vorgang ist dieser Bearbeitungsschritt nahezu vollständig automatisierbar und qualitativ optimierbar. Das Ergebnis sind RAW-Daten im herstellerspezifischen Farbraum des Scanners, die zur Datenarchivierung ohne verlustbehaftete Umrechnungen in einem RAW-Format als Digitales Negativ gespeichert werden. Ein höherer Automationsgrad wirkt sich so vorteilhaft auf die Qualität aus. Ein besonderes Merkmal dieses Konzeptes ist, dass die Dias nicht in einzelnen Magazinen, sondern im Stapel verarbeitet werden. Für Sie bedeutet das:



High-End-Scanner

Wir setzen ausschließlich Filmscanner von Nikon ein. Für Sie bedeutet das:


Scanner-Software

Für die Digitalisierung setzen wir VueScan auf aktuellen Windows-Betriebssystemen ein. Unabhängig von der jeweils eingesetzten Software bedeutet das für Sie:


Digitalisierung und digitale RAW-Entwicklung

Um Digitale Negative (RAW-Daten) in allgemein verwendbare Standardformate umzuwandeln, folgt in der Wertschöpfungskette nach der Digitalisierung eine Bildbearbeitung bzw. digitale RAW-Entwicklung in zwei Stufen. Leistung mit einer höheren Verarbeitungstiefe werden entsprechend zu einem höheren Preis an den Kunden weitergegeben. RAW-Daten sind das Ergebnis der mit dem Preis für die Digitalisierung bereits abgegoltenen Analog-Digital-Wandlung (=„Digitalisierung”) und werden insofern kostenfrei weitergegeben. Da aufgrund der großen Datenmenge auch ein größerer Datenträger erworben werden muss, erfolgt eine Lieferung nur nach Bestellung.

RAW-Entwicklung
Bild 4: Workflow RAW-Entwicklung

Grundlage der RAW-Entwicklung ist ein Workflow, bei dem VueScan Professional und Adobe Photoshop per Stapelverarbeitung in 2 Stufen nacheinander zum Einsatz kommen. So können die noch unvollständig entwickelten Dateien der 1. Stufe für die weitere Verarbeitung im eigenen Workflow als preisgünstige Minimalautomatik bestellt werden. Die 2. Stufe in Photoshop beinhaltet die Farb- und Neutralautomatik, deren Ergebnisse immer zusammen an den Kunden weitergegeben werden. Im Preis für die 2. Stufe der RAW-Entwicklung ist die höhere Verarbeitungstiefe inkl. der 1. Stufe enthalten. In diesem Fall werden die Dateien der Minimalautomatik kostenfrei angeboten. Wegen des erforderlichen größeren Datenträgers erfolgt auch hier eine Lieferung nur nach Bestellung.


Auf diese Weise werden Standard-Formate von insgesamt 3 verschiedenen Bildautomatiken angeboten werden, die sich in Art und Umfang der durch die Bildbearbeitung vorgenommenen Anpassungen voneinander unterscheiden. Hier die Details:

Minimalautomatik (1. Stufe)

Minimalautomatik

Die Minimalautomatik wird über eine Stapelverarbeitung durchgeführt und beschränkt sich auf die geringstmöglichen Anpassungen ohne Eingriff in die Farbbalance des Bildes. Hier erfolgt die Umwandlung der RAW-Daten vom sensor-spezifischen Farbraum in einen Standardfarbraum. Unumgänglich sind dabei eine Gammakorrektur und die Einbeziehung eines ICC-Farbprofils mit der IT8-Kalibrierung. Die infrarot-basierte Staub- und Kratzerentfernung von VueScan wird mit der geringsten Erkennungsstärke durchgeführt. Dabei erzielt das von VueScan eingesetzte Infrared Clean auch bei Kodachrome-Dias und anderen schwierigen Filmmaterialen gute Ergebnisse.

Ein weiterer Bestandteil des Workflows ist eine automatische Rahmenerkennung, bei der die in den Digitalen Negativen enthaltenen schwarzen Ränder mit einem Beschnitt von 2% entfernt werden. Eine Schräglage des Dias im Diarahmen wird nicht korrigiert. Stärkere Schräglagen im Diarahmen oder runde Ecken von Papprahmen können dazu führen, dass die schwarzen Scan-Rahmen der Digitalen Negative über die automatisierte Verarbeitung nicht vollständig entfernt werden. Ein individueller Rahmenbeschnitt wird als Zusatzotion angeboten.

Die Minimalautomatik kann von erfahrenen Bildbearbeitern als komfortable Alternative zu reinen RAW-Entwicklung genutzt werden. Damit ist die abschließende Entwicklung von Dia-Scans nicht mehr aufwändiger, als ein in der RAW-Fotografie üblicher Workflow. Die intelligente Staub- und Kratzerentfernung von VueScan ist schon abgeschlossen, die IT8-Kalibrierung ist schon enthalten. Der Arbeitsschritt, den wir Minimalautomatik bezeichnen, kann nach dem Erwerb von VueScan Professional auch problemlos durch den Kunden selbst durchgeführt werden.

Neutralautomatik (2. Stufe)

Bildautomatiken

Auf Grundlage der Minimalautomatik werden weitere Anpassungen bei Lichtern, Tiefen und Mitten in Adobe Photoshop durchgeführt. Von den Änderungen sind alle RGB-Farbkanäle mit gleichem Anteil betroffen. Das heißt, die Farbbalance bzw. der Farbton des Bildes bleibt erhalten. Ein Tonwertbeschnitt ("Clipping") wird durch Photoshop verhindert. Dieser per Stapelverarbeitung durchgeführte Workflow ist gut geeignet für alle Aufnahmesituationen, bei denen der besondere Charakter des Bildes durch einen Eingriff in die Farbbalance verloren gehen würde.

Farbautomatik (2. Stufe)

Auf Grundlage der Minimalautomatik werden weitere Anpassungen bei Lichtern, Tiefen und Mitten für die RGB-Farbkanäle getrennt durchgeführt. Damit erfolgt ein Eingriff in den Farbton des Bildes, wobei Photoshop auch hier einen Tonwertbeschnitt ("Clipping") verhindert. Dieser per Stapelverarbeitung durchgeführte Workflow eignet sich sehr gut für Standard-Aufnahmesituationen sowie Bilder mit Farbstich, wenn das Motiv über eine „normale Verteilung“ aller Farben verfügt. Überwiegt ein einzelner Farbton in einem Motiv (Sonnenuntergang, Sandwüste, etc.), so kann dies zu unnatürlichen und extremen Farben führen. In diesem Fall ist die Neutralautomatik die bessere Wahl.

Die Automatisierung stößt noch heute bei der Bildbearbeitung an ihre Grenzen. Keine Bildautomatik kann bei allen Aufnahmesituationen zuverlässige Ergebnisse erzielen. Aus diesem Grund erhalten Sie mit den Basispaketen STANDARD und PREMIUM immer die Standard-Bildformate entsprechend der Farb- und Neutralautomatik zugleich. Auf diese Weise erreichen wir trotz einer automatisierten Bildbearbeitung eine hohe Trefferquote mit bestmöglichen Ergebnissen. Anwender mit hohen Qualitätsansprüchen müssen oder können so im Bedarfsfall bei einem großen Teil der Bilder noch eine Feinabstimmung vornehmen. In diesem Punkt unterscheiden wir uns deutlich von der breiten Masse der Scan-Dienstleister.

IT8-Kalibrierung und ICC-Profile

Die IT8-Kalibrierung erfolgt bei Rasch-Diascan individuell für den jeweils eingesetzten Scanner mit einem Durchlicht-Target (IT8.7/1) nach ISO 12641. Das Ergebnis ist ein ICC-Profil (IT8), welches in der ersten Stufe unserer RAW-Entwicklung für alle Dias eingesetzt wird, die nach dem E6-Prozess entwickelt worden sind. Damit lassen sich die Farbtoleranzen des individuell eingesetzten Scanners korrigieren. Zusammen mit Digitalen Negativen erhalten unsere Kunden das gleiche ICC-Profil (IT8) für die eigene RAW-Entwicklung oder für den Fall einer späteren Nachbestellung.

Bei Kodachrome-Dias, die entsprechend einem speziellen K14-Prozess nur von Kodak selbst entwickelt wurden, kommt noch eine weitere Besonderheit hinzu. Im Vergleich zum menschlichen Auge haben Scanner eine geringere Empfindlichkeit für den gelben Farbanteil der Kodachrome-Filme. Die Folge ist, dass die RAW-Daten bei Kodachrome einen typischen Blaustich enthalten. Dieser Fehler kommt zu den Toleranzen des Scanners noch zusätzlicher hinzu. Kodak hat die Herstellung von Kodachrome-Filmen bereits 2009 eingestellt. Aus diesem Grund sind für IT8-Targets auf Kodachrome-Film keine seriösen Angebote mehr zu vernünftigen Preisen am Markt verfügbar.

Workflow für die IT8-Kalibrierung
Bild 7: Workflow für IT8-Kalibrierung und ICC-Profile

Rasch-Diascan hat für Kodachrome-Dias ein eigenes ICC-Profil (K14) auf der Basis einer IT8-Kalibrierung entwickelt. Bei der durch den Kodachrome-Film verursachten Farbverschiebung handelt es sich nämlich um einen systematischen Fehler, der sich mit Methoden der Messtechnik und Bildbearbeitung korrigieren lässt. Die Toleranzen des Scanners können über das normale ICC-Profil (IT8) korrigiert werden. Ausgehend von diesem definierten bzw. kalibrierten Zustand erfolgt eine zusätzliche Korrektur für Kodachrome im Rahmen unserer RAW-Entwicklung. Kunden erhalten mit den Digitalen Negativen ein ICC-Profil (K14-Standard) für Kodachrome, das sowohl die IT8-Kalibrierung des individuell eingesetzten Scanners als auch eine einfache Standard-Korrektur für Kodachrome enthält. Anwender, die unbedingt eine eigene RAW-Entwicklung durchführen möchten und einen höheren Qualitätsanspruch haben, können ausgehend vom IT8-Profil ein eigenes Profil für Kodachrome bzw. eine zusätzliche Feinjustierung entwickeln. Bei der Minimalautomatik ist eine hochwertige Korrektur über das ausschließlich in unserem eigenen Workflow eingesetzte ICC-Profil (K14) bereits enthalten.

Ergänzender Hinweis zu Kodachrome: Rasch-Diascan setzt das Farbprofil für Kodachchrome-Dias nur dann ein, wenn diese zusammengefasst, gekennzeichnet und von den anderen Dias getrennt sind. Dia-Sequenzen mit nicht oder mehrheitlich falsch gekennzeichneten Kodachrome-Dias werden einheitlich als E6-Dias behandelt. Zum Preis einer RAW-Entwicklung Stufe 1 kann der Kunde nach der Digitalisierung Infrarot-Bilder erhalten, welche ihm das nachträgliche Auffinden einzelner Kodachrome-Dias erleichtern. Die Digitalen Negative der so identifizierten Kodachrome-Dias können für eine reine RAW-Entwicklung im Rahmen eines neuen Auftrags eingereicht werden. Im Zweifelsfall haben Sie auch die Möglichkeit, eine RAW-Entwicklung für Kodachrome zusätzlich zu bestellen. Sofern die Größe des Datenträgers ausreicht, wird das oft die wirtschaftlichste Variante sein. Über die Auswahl entscheiden Sie dann einfach am Ergebnis.

Datenträger

Es gibt gute Gründe dafür, dass sich in der Industrie klare Regeln für den Umgang mit USB-Datenträgern etabliert haben. Auch im Interesse unserer Kunden orientieren wir uns an den in der Automatisierungsbranche üblichen Sicherheitstandards. Als Scan-Dienstleister müssen wir das Thema zwar pragmatisch angehen, können es aber auch nicht so locker nehmen, wie der Copy-Shop neben der Uni. Aus diesem Gründen nehmen wir nur original verpackte und ungebrauchte Datenträger an. Eine Ausnahme machen wir bei Bestandskunden, die ihre zuvor bei uns erworbenen oder als Neuware eingereichten Datenträger auch bei Folgeaufträgen wieder verwenden dürfen. Um die Risiken zu minimieren, übernehmen wir in diesem Fall den zusätzlichen Aufwand einer Sicherheitsprüfung, die auf einem isolierten System erfolgt.

Datensicherung

Nach einer Digitalisierung von Erinnerungswerten und fotografischen Sammlungen ist die wichtigste technische Voraussetzung für eine sichere und dauerhafte Erhaltung erfüllt. Wir machen trotzdem kein Geheimnis daraus, dass auch Datenträger altern und falsch eingesetzt mit Verlustrisiken verbunden sind. Die Vorteile der modernen Digitaltechnik überwiegen deutlich. Mögliche Restrisiken bleiben vernachlässigbar klein, wenn einfache Grundregeln der Datensicherheit beachtet werden. Für Sie bedeutet das:


Lieferung und Versand

Wenn unsere Annahmestellen oder der Abholservice aufgrund Ihres Wohnortes nicht infrage kommen, so bieten wir alternativ den Paketversand an. Mit einer Dateigröße von 160 MByte pro Digitalem Negativ werden die technischen Möglichkeiten der modernen Digitalisierungstechnik ausgeschöpft. Für Sie bedeutet das:


Stand: 27. November 2017